DIVISION BRIEF


ZUWÄCHSE IN NEUEN ANGEBOTSBEREICHEN


TÄTIGKEITSBEREICH
Die Division Brief umfasst die Geschäftsfelder Briefpost, Infomail und Medienpost. Ihr Kerngeschäft besteht in der Annahme, Sortierung und Zustellung von Briefen, Postkarten, adressierten Werbesendungen, unadressierter Haushaltswerbung, Zeitungen und Regionalmedien.

„Pro Jahr werden 6,2 Mrd Sendungen an 4,2 Mio Haushalte und Unternehmen zugestellt.“

Rund 11.000 Mitarbeiter in der Zustellung bringen tagtäglich Post zu 4,2 Mio Haushalten und Unternehmen in ganz Österreich – pro Jahr werden über 6,2 Mrd Sendungen zugestellt. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch neue Dienstleistungen für Geschäftspost und Werbepost, darunter Adress- und Datenmanagement, Poststellen Management, intelligentes Scanning und Response-Management.

HIGHLIGHTS 2010

Rückgang bei Briefen, Zuwachs bei Werbesendungen
Auch 2010 war die Österreichische Post vom stetigen Volumensrückgang infolge der elektronischen Substitution von Briefen betroffen. Die Zahl der beförderten adressierten Briefe hat sich vor diesem Hintergrund um rund 3% reduziert. Demgegenüber verzeichneten die adressierten und unadressierten Werbesendungen einen Anstieg um 6%. Die Umsatzeinbußen aufgrund der Insolvenz des Unternehmens Quelle, des größten Versandhandelskunden der Österreichischen Post, im Winter 2009 konnten im Jahr 2010 erfolgreich durch den Gewinn neuer Kunden und neue Serviceangebote für diese Zielbranche kompensiert werden.

Neue Produkte und Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung
Im Rahmen ihrer Online-Offensive hat die Österreichische Post 2010 wieder eine Reihe vom Markt gut aufgenommener Produktinnovationen eingeführt. Sie reichen von Online-Versionen für Services wie Nachsendeauftrag und Urlaubsfach bis hin zu Produkten wie e-Postkarte oder meinbrief.at. Erfolgreich war die Post auch wieder mit Dienstleistungen wie Poststellen Management oder digitaler Postbearbeitung.

Kombinierte Zustellung von Briefen und Paketen bringt Serviceverbesserung und Kostenreduktion
Deutlich ausgebaut hat die Post im Jahr 2010 die so genannte Verbundzustellung von Briefen und Paketen auf dem Land. Auf diese Weise können die Ortskenntnisse der Briefzusteller genutzt und das Service verbessert werden, gleichzeitig werden doppelte Wegstrecken vermieden sowie Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß reduziert.



Joint-Venture mit der Schweizerischen Post erweitert internationale Direct-Mail-Aktivitäten
Im Rahmen eines 2010 vereinbarten Joint-Ventures bündelt die Österreichische Post ihre Aktivitäten im Bereich der adressierten Werbesendungen mit jenen der Schweizerischen Post und schafft damit einen neuen, leistungsfähigen Anbieter auf dem europäischen Markt. Die im Eigentum der Österreichischen Post befindliche meiller direct GmbH wurde dazu Anfang 2011 mit den Direct-Mail-Aktivitäten der Swiss Post Solutions zusammengeführt. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen MEILLERGHP und steht zu 65% im Eigentum der Österreichischen Post und zu 35% im Besitz der Schweizerischen Post. Der strategische Fokus liegt auf der Beratung, Konzeption und Produktion von adressierten, individualisierten Werbesendungen. Dazu zählen insbesondere die Produktion von Direct Mails und Kuverts sowie Lettershop-Tätigkeiten.


Post und feibra übernehmen redmail-Kunden
Mit 1. Februar 2010 übernahm die Österreichische Post die Servicierung von Kunden des Mitbewerbers redmail in jenen Regionen, in denen dieses Unternehmen nicht mehr tätig ist. Unadressierte Werbesendungen werden von feibra, einem 100%-Tochterunternehmen der Österreichischen Post, zugestellt.


feibra startet Aktivitäten in der adressierten Zustellung
feibra, bisher auf die Zustellung von unadressierter Werbung spezialisiert, startete im Berichtszeitraum auch diverse Pilotprojekte zum Aufbau der adressierten Zustellung, um sich auf den liberalisierten Markt vorzubereiten. So wurden in Niederösterreich erfolgreich Telefonbücher und höhergewichtige Sendungen zugestellt.


Post unterstützt Briefwahl 2010
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres hat die Österreichische Post einen bequemen und einfachen Zugang zur Briefwahl erarbeitet, mit dessen Hilfe die in den letzten Jahren kontinuierlich gesunkene Wahlbeteiligung erfolgreich gestoppt werden konnte. Durch den Einsatz eines Selfmailers (Faltmailing als amtliche Wahlinformation mit einer Bestell-Antwortkarte für die Briefwahl) wurde der Wähler rechtzeitig über die bevorstehende Wahl informiert. Gleichzeitig konnten die Wahlunterlagen von den Wählern einfach und bequem von zu Hause aus angefordert werden. Letztes erfolgreiches Beispiel dafür ist die Wiener Gemeinderatswahl im Oktober 2010, bei der 15,9% der Stimmen per Briefwahl abgegeben wurden.